Häufig sieht man mit Schrecken das Kabelgewirr unter der MoBa-Platte. Auch bei mir tauchte dieses "Phänomen" bei Testaufbauten schnell auf. Es dauert nicht lang und ich fragte mich "Was ist nun was"?

 

Daher habe ich, wie es so schön in den Youtube-Videos zum Bau der Anlage "Falkenstein" gesagt wird, auch für mich eine Vorgabe zur Verkabelung festgelegt.

Welche Ströme brauche ich denn überhaupt? Diese Frage stand dann als erstes im Raum.

- Digitalen Fahrstrom Anlage
- Digitalen Fahrstrom Programmiergleis
- 12 V DC für Gebäude-Beleuchtungen (LEDs)
- 12 V DC für LED-Streifen unter dem Rahmen
- AC für Licht
- Melden mittels S88
- Schalten mittels Decoder M84/K84
- Weichenantriebe

Hier wird schon klar das es farblich auseinander gehalten werden muss damit unter der Anlage immer sofort zu sehen ist welche der Kabel nun was versorgt. Denn es kann ja schließlich immer zu Problemen kommen. Da darf es nicht dazu kommen das eine Farbe für unterschiedliche Stromanschlüsse benutzt wird.

Dazu kommt nun der Querschnitt der Kabel. Denn davon abhängig ist dann ja der Strom. Ganz grob gesagt: Ein zu geringer Querschnitt mit hohem Strom? Da kann das Kabel heiß werden. Gefährlich also. Denn auf einer MoBa ist schließlich relativ leicht brennbares Material verbaut.
Ein zu großer Querschnitt dagegen ist eine doch zu große Investition. Weil man es nicht braucht. Was braucht man denn dann? Welchen Querschnitt?

Es gibt unendliche Diskussionen und Meinungen im Netz. Daher lehne ich mich nun an die Vorgabe von Märklin für den digitalen Fahrstrom an.  Märklin gibt einen Querschnitt von 0,5 mm2 bei der Zuleitung als ausreichend an. Bei einem guten Kabel reicht dieses auch für 6-7 A Strom. Und wenn ich sehe das die CS3 dafür einen maximalen Strom von 3A bereitstellt? Auch ein Booster max. diesen Strom abgibt?

Folgendes ergibt sich beim digitalen Fahrstrom und bei Strom für digitale Zusatzkomponenten daraus für mich:
Querschnitt für digitalen Strom bei langen Zuleitungen zum jeweiligen Verteiler wird 0,75mm2 sein. Der kurze Weg vom Verteiler zum Anschluss wir dann mit 0,5mm2 gelegt. Somit habe ich genug Luft um auf der sicheren Seite zu sein. Das dabei natürlich auch gute Verteilerbuchsen genommen werden sollten ist eine Grundvoraussetzung! Daher entfallen diese Spielzeugstecker bei einer Verteilung. Das ist aber nur meine subjektive Meinung.
Wobei bei allen dann auch ein möglicher Verlust bei langen Leitungen beachtet werden sollte.

Für Lichtanschlüsse werde ich ebenfalls 0,5mm2 Kabel zum heranführen an die Verteiler verwenden. Verbraucher ab Verteiler bekommen dann bei kurzem Wege herkömmliche Querschnitte.

Nun zum Farbfestival:

Doppellitze Fahrstrom und Decoder M/K84 Rot/Braun 0,75
Doppellitze Lichtstrom AC Gelb/Braun 0,5
Doppellitze LED-Streifen DC Rot/Schwarz 0,5
Doppellitze LED-Beleuchtungen DC Gebäude etc. 
Dreifachlitze Weichenantriebe Gelb/Blau/Blau
Einfachlitze Melden S88 Grau 0,5

Das dann evtl. noch andere Farben bei Signalen etc. ins Spiel kommen ist klar. Und klar ist auch das es die "kleinen" Rollenlängen mit 5m etc. nicht werden. Denn allein für den Fahrstrom wird bei sternförmiger Verteilung schnell eine Rolle mit 50m leer...